Die verschiedenen Arten der Pflanzengattung Anemone (auch Windröschen genannt) unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Größe beträchtlich, aber alle tragen wunderhübsche, zarte Blüten mit einem Durchmesser von zwei bis fünf Zentimetern. Das Farbspektrum der schwach giftigen Staude deckt jede nur erdenkliche Farbe ab.

Die zwiebelartigen Knollen der Anemonen können – je nach Sorte – im Herbst, im späten Winter oder zeitigen Frühjahr gepflanzt werden. Sie wachsen schnell und blühen bereits in der ersten Saison. Ihre Lebenserwartung hängt von der Art ab: Einige sind relativ kurzlebig, während andere Jahrzehnte alt werden können. 

Wann Anemonen Zwiebeln pflanzen?

Die Jahreszeit, in der man Anemonen Blumenzwiebeln pflanzen sollte, richtet sich nach dem Blühzyklus der gewählten Art. Als Faustregel gilt: Frühlingsblüher werden im Herbst und Herbstblüher im Frühjahr gepflanzt. Je nach Art und Sorte haben Anemonen verschiedene Wurzeln (Rhizome oder Knollen), und auch die Pflanzmethode unterscheidet sich von Art zu Art etwas.

Kronen-Anemone

Kronen-Anemone
Kronen-Anemone, Foto von Lynn Dotson

Einige Arten, wie z. B. die Kronen-Anemone (A. coronaria), haben Wurzeln, die zwiebelartigen Knollen ähneln. Die frostempfindlichen Knollen werden erst im Frühjahr gepflanzt. Je nach Knollengröße rechnet man mit einem Pflanzabstand von 10 bis 20 Zentimetern. Bevor man die Knolle etwa sechs bis acht Zentimeter tief in die Erde setzt, kann man sie bis zu 24 Stunden in Wasser einweichen. Dann keimen sie zuverlässiger. Die Blüte beginnt etwa hundert Tage nach dem Einpflanzen.

Lediglich in wintermilden Regionen kann die Kronen-Anemone auch bereits im Herbst gepflanzt werden – dann allerdings nicht vor Ende Oktober. Setzt man sie zu früh, könnten sie vorm Winter schon austreiben. Aus demselben Grund weicht man die Knollen bei der Herbstpflanzung auch nicht ein. 

Herbst-Anemone

Herbst-Anemone
Herbst-Anemone, Foto von Annie Spratt

Andere Arten, darunter die Herbst-Anemone (A. hupehensis), auch Japan-Anemone genannt, haben knollenförmige oder Ausläufer bildende Wurzeln, die in kleinen Gruppen etwa drei bis sechs Zentimeter tief gepflanzt werden. Auch sie werden im Frühling gepflanzt, damit sie im Spätsommer bis in den Herbst hinein zuverlässig blühen.
Einziges Manko: In voller Sonne halten es die wunderhübschen Blumen nicht aus. Herbst-Anemonen bevorzugen einen (halb-)schattigen Standort. Der Boden sollte möglichst nicht austrocknen!

Strahlen-Anemone

Anemonen Zwiebeln pflanzen
Strahlen-Anemone, Foto von Oleg Saprykin on Unsplash

Das zierliche Strahlen-Windröschen (A. blanda), das seine hübschen blauen, rosaroten oder weißen Blüten schon im zeitigen Frühjahr zeigt, kann im Herbst gepflanzt werden. Da die Staude kaum mehr als 15 cm hoch wächst, kann sie ruhig in Gruppen gepflanzt werden. Um sich ausbreiten zu können, benötigen die Strahlen-Anemonen einen ungestörten Standort im Garten. Ein Platz unter einem Baum ist für sie ideal. Die Rhizome sollten etwa 5 Zentimeter tief gepflanzt und behutsam mit Erde und Reisig bedeckt werden.

Welcher Standort für die Anemone?

  • sonnig bis halbschattig
  • durchlässiger, humoser Boden (nicht zu trocken)
  • leicht saure bis neutrale Erde

Unabhängig von der Anemonenart mögen diese Pflanzen im Allgemeinen mindestens vier Stunden Sonne pro Tag und einen gut durchlässigen, relativ feuchten Boden. Alle hier genannten Vertreterinnen der Gattung Anemonen sind kalkempfindlich! Die Arten mit rhizombildenden Wurzeln müssen etwa alle drei Jahre ausgegraben und geteilt werden.

Anemonen Zwiebeln pflanzen – auch in Topf und Kübel fühlen sie sich wohl.

Einmal eingepflanzt, sind Anemonen relativ pflegeleichte Stauden, die sich sogar selbst vermehren und so ein richtiges Blütenmeer bilden können. Zudem fühlen sie sich auch im Schatten wohl, verleihen dem dunklen Unterholz also gern gesehene Farbtupfer 🙂

MM