Miss Minze – übers Gärtnern & Geschichten

erdhaufen„Miss Minze“ wurde im September 2016 ins Leben gerufen und sollte eigentlich ein typischer Gartenblog werden. Nun drehen sich mindestens die Hälfte meiner Artikel jedoch um Alltagsthemen – zum Beispiel meine Nachbarschaft. Über die schreibe ich generell sehr gern. Sie ist nämlich superinteressant, da gut vermischt, und ähnelt im Grunde sehr dem Völkchen Unterleuten von Juli Zeh. Liegt vielleicht daran, dass ihr Roman dort spielt, wo ich wohne, in Brandenburg.

Zugegeben, das Gärtnern ist mehr Notwendigkeit als echte Leidenschaft. Irgendwie muss man sein Grundstück ja in Schuss halten, damit es nicht komplett verwildert. Deshalb widme ich mich überwiegend den „Überlebenskünstlerpflanzen“, also dem Grünzeug, das kaum Wasser braucht und auch sonst keinerlei Pflege benötigt.

All mein gärtnerisches Know-how habe ich erfragt und recherchiert, teils auch aus eigenen Erfahrungen gewonnen. Eine ausgebildete Gärtnerin oder Botanikerin bin ich (leider) nicht. Lest meine Texte daher unter Vorbehalt!


Sehr viel mehr Leidenschaft bringe ich der Literatur entgegen, vor allem den amerikanischen Short Stories. Ich liebe die Geschichten von Lucia Berlin, Miranda July und Raymond Carver. Ihnen versuche ich gerade nachzueifern, indem ich selber Kurzgeschichten schreibe. Ich betrachte sie als Interpretationen des Alltags. Meine Erzählungen haben viel mit mir zu tun, sind jedoch nicht autobiografisch. Ich möchte das mit einem Zitat aus „Elizabeth Costello“ erklären:

Natürlich stützen wir uns immer auf unsere Erfahrungen – sie sind unsere Hauptquelle, in gewissem Sinn unsere einzige Quelle. Doch nein, Fire and Ice ist nicht autobiografisch. Es ist ein belletristisches Buch. Ich habe es erfunden.

aus: Elizabeth Costello von J. M. Coetzee

Insofern ist Miss Minze nun je nach Jahreszeit beides: Garten- und Geschichtenblog.

Lest selbst!

MM