Ein Garten- & Geschichtenblog

Schlagwort: Literatur

Nichts mehr zu sagen

Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht, Stunden, Tage, Wochen. Während ich im Bett lag und auf den Schlaf wartete, als ich auf dem Rad saß und zur Arbeit fuhr, durch den Wald joggte, im Garten arbeitete, Urlaub machte, aber mir fiel nichts ein.
Ich habe nichts mehr zu sagen.
Das ist natürlich bitter, wenn man als Content Producer sein Geld verdient.… Vollständiger Artikel

Vom Leben überrumpelt

Revolutionary Road – eine Buch-Rezension

Wie heißt es so schön?:

Life is what happens while you are busy making other plans.

John Lennon

Also lieber keine Pläne schmieden, sondern sich mit den Umständen arrangieren, die das Leben so mit sich bringt?

Genau dagegen sträubt sich April Wheeler, eine der Hauptfiguren im Roman Revolutionary Road (Zeiten des Aufruhrs).… Vollständiger Artikel

Zum ersten Mal… Capote

Mir ist kürzlich „Die Grasharfe“ von Truman Capote in die Hände gefallen. Tatsächlich habe ich bis dato noch kein einziges Buch des amerikanischen Schriftstellers gelesen. Trotzdem war er mir spätestens seit 2005 bekannt, als der Film „Capote“ herauskam, den ich mir sofort anschaute – nicht etwa weil mich der Schriftsteller Truman Capote interessierte, sondern weil ich damals einfach jeden Film mit Philip Seymour Hoffman ansah.… Vollständiger Artikel

Tricky

Es war da noch ein tieferer Grund, weshalb das Café der Stadt so viel bedeutete. Und dieser tiefere Grund hat mit einem gewissen Stolz zu tun, der hierzulande bisher unbekannt war. Um diesen Stolz zu begreifen, muss man sich vor Augen halten, wie wenig das menschliche Leben gilt. […]

Ohne zu überlegen weiß man, wie viel ein Ballen Baumwolle oder ein Liter Sirup kostet.

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Einhornhölle

Wie Kinderbücher Seelenqualen bei Eltern auslösen

„Blue? Blue, was machst du hier?“
Vanilla, das zartgelbe kleine Einhorn, schnaubte. Mit ihrer Schwester Rosie war sie an jede Stelle von Glimmerland galoppiert. Überall hatten sie Blue gesucht. Überall auf ihrer farbenfrohen, zauberhaften Insel. Bis sie ihren Bruder endlich am höchsten Punkt entdeckt hatten.

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Dramatik entsteht ja durch das Scheitern. Bei Tolstoi heißt es: „Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“ Literatur beschäftigt sich deshalb mit dem Unglücklichsein, denn das Glücklichsein genügt sich ja selbst. Kein Mensch hat etwas dagegen, aber es ist langweilig. Wie ein Basketballspiel ohne Körbe.

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Rätselhafte Hinterwäldler

Ich habe den Optimismus und die Neugier verloren, die ich noch hatte, als ich zu deinen Kita-Elternabenden ging: Da war ich Anfang dreißig und hatte Lust, Mutter zu sein. Jetzt bin ich Mitte vierzig und will meine Ruhe vor diesen Arschgesichtern, ehrlich, ich verachte sie. Die Angst, die ihnen aus den Poren tritt, und wie sie poltern und hetzen, und versuchen, sich mit irgendwem gemein zu machen, der ihnen Schutz bieten könnte, weil er stark ist.

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Die Rassisten im Bus waren nur wenige Leute, aber sie machten all den Lärm. Und wir, der Rest, taten so, als ob wir schliefen, schauten aus dem Fenster. Eine grossartige Vorschau auf die restliche Amtszeit: Menschen, die wegsehen.

Gary Shteyngart im Interview mit der NZZ

Gary Shteyngart schreibt merkwürdige Romane. Einerseits sprudeln sie nur so vor Witz und Ironie.… Vollständiger Artikel

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