Weil Kräuter in meinem Garten zu den Pflanzen gehören, die am besten gedeihen, werde ich ihnen gleich mehrere Beiträge widmen. Im Gegensatz zu anderen Gartengewächsen dienen sie schließlich nicht nur der Verschönerung, sondern können gezielt genutzt und genossen werden. Ein Kräutertee lässt sich im Nullkommanichts zubereiten – und hilft außerdem gegen das ein oder andere Zipperlein.

Pflanzen, die dem Klimawandel gewachsen sind

Insbesondere die im mediterranen Raum beheimateten Aromapflanzen kommen ganz ausgezeichnet mit Hitze und Trockenheit zurecht – und lassen sich frisch oder getrocknet zu leckeren Kräutertees weiterverarbeiten. Trotzdem sind sie frosthart. Selbst den vergangenen Winter mit Temperaturen bis -20 Grad Celsius haben Rosmarin, Salbei, Thymian, Lavendel & Co. überlebt. Lediglich mein Rosmarin-Hochstämmchen im Kübel musste im Frühjahr zurückgeschnitten werden, hat in den folgenden Wochen jedoch wieder neu ausgetrieben. 

Die pflegeleichten Alleskönner

Ihre Ansprüche an Boden und Wasser sind darüber hinaus niedrig. Schädlinge sieht man an den Pflanzen extrem selten. Im Gegenteil, Schadinsekten nehmen sogar Reißaus, wenn sie die Düfte von Lavendel, Minze, Zitronenmelisse und Co. wahrnehmen!
Der Pflegeaufwand von Kräutern hält sich folglich arg in Grenzen, was noch einmal für den Eigenanbau im Garten oder auf dem Balkon spricht.

Eines meiner Kräuterbeete mit Salbei, Melisse und Minze

Was Kräutertees gesund macht:

Die Heilkraft der Kräutertees beruht vor allem auf den Inhaltsstoffen, die bei der Teezubereitung aus der Pflanze herausgelöst werden. Es handelt sich hierbei um:

  • Ätherische Öle (machen den für die jeweilige Pflanze typischen Geruch aus)
  • Schleimstoffe (bilden einen Schutzfilm auf entzündeten Schleimhäuten)
  • Scharfstoffe (erregen die Wärme- und Schmerzrezeptoren)
  • Bitterstoffe (zur Anregung von Speichel-, Magen- und Gallenausschüttung)
  • Herzglykoside (beeinflussen Bewegung und Rhythmus des Herzens)
  • Saponine (Schaumbildend und Schleimlösend)
  • Alkaloide (stickstoffhaltige Verbindungen, die auf die Botenstoffe des Nervensystems einwirken)
  • Flavonoide (Großteil der Blütenfarbstoffe, die entzündungshemmend oder antioxidativ wirken)
  • Gerbstoffe (pflanzliche Abwehrstoffe mit zusammenziehenden, antibiotischen oder entzündungshemmenden Eigenschaften)

Ihre besonderen Wirkweisen im Körper des Menschen habe ich kurz in einem Artikel über Kräuter, die dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen, beschrieben. In diesem und den folgenden Texten dreht sich nun alles um die pflanzliche Heilkraft in Form von Tees.

Die Auswahl der Heilpflanzen

Doch ich möchte mein Augenmerk diesmal nicht nur auf die klassischen Küchenkräuter legen, sondern vor allem auf jene Gewächse, die sich auf Wiesen und an Wegesrändern finden. Vom Namen her sind sie den meisten von uns bekannt. Dass man auch wohltuende Tees aus ihnen zubereiten kann, ist allerdings in Vergessenheit geraten. 

Genau genommen, meine ich Blätter und Blüten der folgenden Sträucher, Stauden und Blumen:

  • Brombeere
  • Himbeere
  • Erdbeere
  • Schafgarbe
  • Brennessel
  • Goldrute
  • Gänseblümchen
  • Frauenmantel
  • Ringelblume
  • Johanniskraut

Einige von ihnen – wie Himbeeren, Goldrute und Frauenmantel – lassen sich kinderleicht im Garten kultivieren. Andere kommen von selbst (der Löwenzahn zum Beispiel) und entwickeln sich zur regelrechten Plage. Wieder andere (zum Beispiel das Johanniskraut) findet man sehr häufig an Straßenrändern, auf Wiesen und Feldern.

Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, wird auf jeden Fall fündig!

Los geht’s mit Kräutertees, die beim Einschlafen helfen und Nervosität sowie Ängste bekämpfen!

MM