Ein Garten sorgt für das ein oder andere selbstgemachte Geschenk, das man recht spontan aus der Hand zaubern kann.
Ein Salat für die Einladung zum Grillen ist ein gern gesehenes Mitbringsel, ein selbst gepflückter Blumenstrauß natürlich auch. Wer geschickter ist, kann ja gleich einen Türkranz/Tischkranz aus frischen Blumen flechten! Für Marmelade muss man etwas mehr Zeit einplanen: Pflücken, säubern, kochen und abfüllen kosten dich schon zwei, drei Stunden Arbeit. Ganz Eilige verschenken einfach frisch geerntetes Obst oder sammeln schnell Saatgut ein.

Etwas mehr Vorlauf wird benötigt, um Pflanzen zu trocknen. Mindestens drei Tage dauert es, bis Teekräuter wie Pfefferminze oder Melisse an der Luft trocknen. Im Backofen oder Dörrautomaten verkürzt sich die Zeit auf wenige Stunden. Aus den getrockneten Blättern und Blüten kann man eine individuelle Teemischung zusammenstellen, was Teetrinker mit Sicherheit zu schätzen wissen. Gewürzmischungen oder Kräutersalze sind selbstverständlich ebenso gut möglich.

Dies sind nur einige Geschenkideen von vielen, die sich einfach und schnell umsetzen lassen. Eine weitere habe ich erst kürzlich durch meine Tochter kennen gelernt:

Badekugeln selber machen

badekugeln selber machen
Eher Pralinen als Kugeln…

Ich hätte nie gedacht, dass sich Badekugeln so leicht herstellen lassen! Allerdings muss ich zugeben, dass die meisten Zutaten nicht aus dem Garten kommen, sondern aus dem Supermarkt. Was hineinkommt, bestimmt man selbst. Badekugeln ganz ohne schädliche Inhaltsstoffe herzustellen, funktioniert wirklich einwandfrei.

Das wird benötigt:

200 Gramm Natron, 100 Gramm Zitronensäure (in Form von Reinigungsmittel oder als Ascorbinsäure im Handel) und 50 Gramm Speisestärke bilden die Basis für die Blubbermischung. Damit alles gut zusammenklebt, werden noch 70 bis 100 Gramm Kokosfett/-öl bzw. andere Fette (Olivenöl o.ä.) hinzugefügt. Wahlweise kommt noch etwas Honig in die Mischung. Der wirkt nicht nur feuchtigkeitsspendend, sondern auch antibakteriell und heilend.

Obwohl Zitronensäure hautverträglich ist, sollte man darauf verzichten, wenn Kleinkinder die Badekugeln nutzen wollen. Dann fügt man einfach etwas mehr von den übrigen trockenen Zutaten hinzu. Einziger Nachteil: die Badekugeln sprudeln kaum noch, wenn sie sich im Wasser auflösen…

Experimente erwünscht!

Generell gilt, etwas herumzuexperimentieren: Unsere ersten Versuche enthielten viel zu viel Kokosöl, so dass die Badekugeln bei Zimmertemperatur anfingen, zu schmelzen… (Wir lagern sie nun im Kühlschrank!)

badekugeln selber machen
Formen sind nicht unbedingt erforderlich

Die Badekugeln lassen sich ganz einfach mit der Hand formen. Perfektionisten verwenden eine Kugelform. Für unsere Badekugeln haben wir Silikonformen benutzt, die man auch zum Kuchenbacken verwenden kann. Pralinen- und Muffinformen sollten ebenfalls funktionieren (werden die Badekugeln sehr groß, kann man sie vorm Badengehen auch halbieren).

Zu guter Letzt gehören natürlich noch ein paar Zutaten aus dem Garten in die Badekugeln: Der Optik halber ein paar getrocknete Rosen- oder Lavendelblüten zum Beispiel. Andere duftende Kräuter wie Thymian, Salbei oder Rosmarin eignen sich ebenfalls sehr gut. Damit sie ein stärkeres Aroma entfalten, sollten sie im Mörser zerkleinert werden.

Gut für die Haut – und für die Psyche

Bei unserem „Badekugel-Experiment“ reichte das Aroma trotzdem nicht aus: Wir mussten es mit gekauften Ätherischen Ölen verstärken. Ansonsten überlagert der natürliche Geruch des Kokosöls alle anderen Düfte.

Ätherische Öle haben übrigens einen weiteren Vorteil: Sie hinterlassen keine Spuren in der Badewanne. Blüten und Kräuter bleiben nach dem Ablassen des Badewassers in der Wanne zurück und müssen aufgewischt werden. Sonst verstopfen sie womöglich noch den Abfluss…

Düfte und Aromen beeinflussen die Stimmung, indem sie zum Beispiel (positive) Erinnerungen hervorrufen. Für Entspannung sorgen erwiesenermaßen Lavendel und Melisse. Zitrusaromen sowie Rosmarin sorgen für gute Laune. Wer verspannt ist, greift lieber zu den Düften von Nadelbäumen, die darüber hinaus erfrischend wirken sollen.

Wie oben erwähnt, enthalten unsere ersten Badekugeln so viel Kokosöl, dass sich die Haut nach dem Baden wie eingecremt anfühlt – zart und geschmeidig. Glücklicherweise gehört natives Kokosöl zu den wertvollsten Fetten für die Haut, denn es wirkt antibakteriell und bekämpft auch noch „freie Radikale“. Wenn das kein Grund ist, sich öfter mal ein Vollbad zu gönnen!

MM