Warum das Hornveilchen unter den Frühlingsblühern mein Liebling ist

Nie zuvor war ich so froh darüber, einen Garten zu haben, wie jetzt. Trotz Ausgangsbeschränkung wird mein Bewegungsdrang über alle Maßen befriedigt. Auch die Kinder verbringen – freiwillig! – unheimlich viel Zeit an der frischen Luft. Glücklicherweise haben die Nachbarn Kinder in ähnlichem Alter, so dass die Spielideen nie ausgehen.

Leider blüht noch nicht allzu viel. Zwar habe ich unzählige Blausternchen und Traubenhyazinthen gepflanzt, doch sind die pflegeleichten Zwiebelpflanzen ziemlich unscheinbar. Sie fallen kaum ins Auge. Deshalb musste ich für Nachschub sorgen und habe mich im Blumenladen meines Vertrauens mit Hornveilchen (Viola cornuta) eingedeckt.

Zuverlässig und ausdauernd: Das Hornveilchen blüht fast das ganze Jahr über

hornveilchen
Zweifarbige Hornveilchen im Tonkübel

Die gibt es in allen erdenklichen Farben, zumeist kommen sie sogar zweifarbig daher. Die niedlichen Hornveilchen machen sowohl im Beet als auch im Blumentopf eine gute Figur. Trockenheit vertragen die ausdauernden, niedrigen Blumen jedoch nur schlecht. Wer im Sommer nicht täglich den Garten wässern möchte, sollte sie lieber in den Kübel pflanzen.

Weitere Eigenschaften des Hornveilchens

Ansonsten aber überwiegen die positiven Eigenschaften der zweijährigen Staude, die mit dem Stiefmütterchen* verwandt ist:

  • blüht mehrere Monate (zumeist von März bis Oktober)
  • mag sowohl einen sonnigen als auch halbschattigen Standort
  • ist frosthart bis -15 Grad Celsius – bei strengen Wintern bedarf es eines zusätzlichen Winterschutzes (übrigens bleiben die Blätter im Winter grün)
  • braucht kaum zusätzliche Nährstoffe, es genügt, im Frühjahr zu düngen
  • versamt sich leicht (und taucht deshalb oft an den seltsamsten Stellen auf, zum Beispiel in den Fugen zwischen den Pflastersteinen)

Im Gegensatz zu vielen anderen Stauden ist das Hornveilchen darüber hinaus unglaublich preiswert: Pro Pflänzchen habe ich nur 70 Cent bezahlt.


*Das Stiefmütterchen hat wesentlich größere Blüten als das Hornveilchen. Trotzdem produziert es – im Vergleich zu seinem kleineren Pendant – kaum Nektar. Daher ist das Hornveilchen bienenfreundlicher.

MM