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Ach, wie herrlich ist doch so ein Rückzugsort im Grünen! Aber manchmal kann die Erholung auf dem Balkon oder im idyllischen Garten durch unerwünschte Einblicke oder eine verkehrsreiche Straße gestört werden. Keine Angst, liebe Naturliebhaber: Mit einer gezielten Auswahl von Pflanzen könnt ihr einen natürlichen Sichtschutz schaffen, der euren Außenbereich in einen abgeschiedenen Zufluchtsort verwandelt. Und nicht nur das!: Das üppige Grün spendet Schatten sorgt deshalb an heißen Sommertagen für Abkühlung.

Im Folgenden stelle ich euch vier Beispielbeete für Sichtschutz Pflanzen vor – drei davon für den Garten und eines für den Balkon.

1. Immergrüne Hecke mit Blütenpracht

Schneeball / Viburnum
Bereits im Februar beginnt der „Schneeball“ zu blühen!
  • im Vordergrund: Buchsbaum (Buxus sempervirens) im geschnittenen Format für immergrünes, blickdichtes Laub. Die japanische Stechpalme (Ilex) sieht dem Buchsbaum sehr ähnlich und hat sich deshalb als Alternative zum Buchs bewährt. Beide Pflanzen sind winterhart und pflegeleicht.
  • in der Mitte: Ebenfalls immergrün ist der Mittelmeer-Schneeball (Viburnum tinus). Dieser bis zu 150cm hoch wachsende Strauch bringt schon im zeitigen Frühjahr wunderschöne weißlich-rosafarbene Blüten hervor und zählt damit noch zu den Winterblühern. Alternativ bietet sich die schattenverträgliche Blaue Heckenkirsche (Lonicera caerulea) an, ein dicht belaubter Kleinstrauch. Zwar bringt er nur unauffällige Blüten hervor, doch diese verwandeln sich nach Befruchtung in essbare Wildfrüchte, die z.B. zu Marmelade verarbeitet werden können. Wer es auffälliger mag, kann auch Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) pflanzen, die im Sommer üppig in Weiß blühen. -Ein toller Kontrast vor einer dunkelbelaubten Hecke!
  • und im Hintergrund: Als Hintergrundbepflanzung eignet sich hier die Rote Heckenberberitze (Berberis thunbergii ‚Atropurpurea‘), deren dichtes, rötliches Laub einen zurückhaltenden Blickfang bildet und darüber hinaus Vögeln als Nistplatz dient. Diese sehr pflegeleichte und trockentolerante Hecke wird nicht höher als drei Meter. Über den Rückschnitt muss man sich also keine Sorgen machen. Alternativ bietet sich die ebenfalls anspruchslose Hainbuche an, deren frisches Laub zu jedem Gartenstil passt. Wenn man sie nicht zurückschneidet, kann sie jedoch eine Höhe von 20 Metern erreichen!
Sichtschutz Pflanzen
Die Blaue Heckenkirsche treibt schon im März aus.

2. Bunter Sichtschutz mit vielfältiger Struktur

Grasses
  • Vordergrund: Gräser wie Rutenhirse (Panicum virgatum) und Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) sorgen für Leichtigkeit und Bewegung. Die Rutenhirse ‚Rotstrahlbusch‘ bietet zudem mit ihren rötlichen Blättern und Blütenständen einen interessanten Blickfang. Das Lampenputzergras ‚Hameln‘ überzeugt mit seinen flauschigen Blütenrispen, die im Spätsommer und Herbst ihre Hochzeit haben.
  • Mitte: Um Farbe in unseren Pflanzen-Sichtschutz zu kriegen, sollten unbedingt hohe Stauden wie Sonnenhut (Echinacea purpurea) und Phlox (Phlox paniculata) gepflanzt werden. Der Sonnenhut ‚Magnus‘ bringt mit seinen großen, gelben Blütenköpfen Leuchtkraft ins Beet. Und Phlox ‚Blue Paradise‘ begeistert mit seinen zahlreichen, blauvioletten Blüten. Was für ein Kontrast! Je nach Boden und Standort kannst du dich selbstverständlich auch für andere hochwachsende Stauden entscheiden. Der gelbblühende Topinambur zum Beispiel wird riesig! Auch Duft- und Indianernesseln sowie einige Asternarten und Lupinen können sehr hoch werden.
  • Hintergrund: Kletterpflanzen wie Clematis (Clematis viticella) und Blauregen (Wisteria) an einem Spalier können nach einiger Zeit für einen dichten Sichtschutz sorgen. Die Clematis ‚Ville de Lyon‘ schmückt das Spalier mit ihren großen, violetten Blüten. Wie der Name schon sagt, blüht der Blauregen in wunderschönen Blautönen. Die Schlingpflanze ist aber auch in Weiß erhältlich und muss – ist sie erst einmal angewachsen – regelmäßig gebändigt werden, um nicht allzu ausladend zu werden…
Blauregen als Sichtschutz Pflanzen
Mein Blauregen-Carport 🙂

3. Exotisches Flair mit Bambus und Spalierobst

Bambus und Federgras
Ein einziger Bambus Fargesia sorgt schon für üppiges Grün.
  • Vordergrund: Farne wie Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris) und Königsfarn (Osmunda regalis) sorgen für einen urwüchsigen Charakter. Der Farnwedel ‚The King‘ beeindruckt mit seinen riesigen, gefiederten Wedeln. Der Königsfarn ‚Cristata‘ zeichnet sich durch seine gewellten Fiederblättchen aus. Farne brauchen allerdings viel Wasser und einen feuchtkühlen Standort. Eine trockentolerante Alternative stellt das Purpurglöckchen dar, das in unterschiedlichen Farbtönen erhältlich ist. Anemonen hingegen blühen wunderschön und bilden nach einer Zeit einen dichten Teppich.
  • Mitte: Bambus (Fargesia rufa) als schnell wachsende und blickdichte Pflanze eignet sich perfekt als Sichtschutz. Der Fargesia ‚Rufa‘ ist eine winterharte und pflegeleichte Sorte, die schnell eine grüne Wand bildet, die jedes Jahr ein bisschen breiter wird. Übrigens verliert die Pflanze auch im Winter nicht ihre Blätter – Bambus ist also übers ganze Jahr ein toller Pflanzen Sichtschutz!
  • Hintergrund: Spalierobst wie Säulenapfel (Malus domestica ‚Ballerina‘) und Säulenbirne (Pyrus communis ‚Williams Christ‘) bieten nicht nur leckeres Obst, sondern auch äußerst dekorative Blüten im Frühling. Spalierobst eignet sich vor allem für kleine Grundstücke, weil die Bäume keine ausladende Krone bilden, sondern am Spalier entlangwachsen. In größeren Gärten können auch gerne schirmartige Bäume im Hintergrund gepflanzt werden. Ob Kugel-Ahorn oder Trompetenbaum – beide Arten sind imposant und spenden außerdem kühlenden Schatten im Sommer.
Anemonen, Buschwindröschen
Buschwindröschen gehören zu den Anemonen.

4. Oase auf dem Balkon: Ein vertikaler Garten als Rückzugsort

Balkon Pflanzen Sichtschutz
Beispiele für Balkonbepflanzungen, Foto von Ricardo Gomez Angel

Nur weil auf dem Balkon weniger Platz zur Verfügung steht, braucht man auf Kletterpflanzen nicht zu verzichten. Diese bilden nämlich innerhalb kürzester Zeit einen herrlich grünen Sichtschutz. Wenn du sie mit dem Konzept des Vertikalen Gärtnerns verknüpfst, hast du schon bald eine üppig wachsende Oase auf dem Balkon. Und so geht’s:

Kletternde und rankende Pflanzen, die schon bald viel Raum einnehmen sollen, brauchen ein größeres Pflanzgefäß, damit sie auch entsprechendes Wurzelwerk ausbilden können. Kübel bieten sich hier an oder kleine Hochbeete. Zudem solltest du mehrere hängende Pflanzgefäße oder vertikale Gartentaschen kaufen bzw. basteln. Diese können aus Stoff oder recycelten Materialien wie Plastikflaschen hergestellt werden. In ihnen kannst du Saatgut keimen oder tyische Balkonpflanzen wie Pelargonien oder Geranien gedeihen lassen.

Als Kletterpflanzen für den Balkon eignen sich zum Beispiel die sehr schnell wachsende Pfeifenwinde (Aristolochia macrophylla) mit ihren sattgrünen Blättern oder die Kiwibeere, welche walnussgroße Kiwis hervorbringt. Günstiger geht’s per Aussaat: Kapuzinerkresse oder Schwarzäugige Susanne gehören zu den populärsten Kletterern. Außerdem blühen sie schön und verschönern damit deinen Balkon zusätzlich.

Pflanzen als Sichtschutz
Die Kapuzinerkresse mit ihren rundlichen Blättern rankt sich hier über den Boden.

Vertikale Gärten neigen dazu, schneller auszutrocknen als herkömmliche Töpfe. Deshalb solltest du regelmäßig überprüfen, ob die Erde noch feucht genug ist.


Zusätzliche Tipps:

  • Auch schnellwachsende Pflanzen benötigen Zeit, um einen dichten Sichtschutz zu bilden. Wenn dir das zu lange dauert, kannst du den natürlichen Sichtschutz auch mit einem blickdichten Zaun kombinieren.
  • Kombiniere verschiedene Sichtschutz Pflanzen, um ein abwechslungsreiches und harmonisches Gesamtbild zu schaffen. In der Regel kombiniert man verschieden hohe Pflanzen, also niedrige, mittelgroße und hohe Gewächse.
  • Achte auf die Standortbedingungen der einzelnen Pflanzen, um ein optimales Wachstum zu gewährleisten.
  • Berücksichtige die Größe der Pflanzen im ausgewachsenen Zustand, um ausreichend Platz im Beet zu haben.
  • Plane den Pflanzzeitpunkt so, dass die Pflanzen gut anwachsen können.
  • Pflege die Pflanzen regelmäßig, um ihre Gesundheit und Schönheit zu erhalten.

MM

Beitragsbild von Annie Spratt auf Unsplash


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