Wie du Vögeln im Winter in deinem Garten helfen kannst

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Gastbeitrag

Dieser Artikel stammt aus der Feder von Petra, die den Blog Greenberries betreibt. Dort schreibt sie über ihr Unterfangen, möglichst plastikfrei und nachhaltig zu leben. Deshalb versucht sie, so viel wie möglich selberzumachen und sich selbst zu versorgen. Hühner hält sie übrigens auch und – noch eine Gemeinsamkeit – sie wohnt in Brandenburg! 🙂


Wenn man an Winter denkt, denkt man meist an die Dunkelheit und Kälte. Dabei hat der Winter auch so schöne Seiten. Wie schön ist ein schöner Spaziergang in der Dämmerung bei Kälte? Und habt ihr mal darauf geachtet, wie viele Vögel hierblieben und uns ein Lied auf unserem Spaziergang singen? Das sind mehr als wir immer so bemerken. Du kannst in deinem Garten, aber auch auf deinem Balkon, einiges tun, um diesen Vögeln den Winter zu erleichtern. Ich gebe dir heute ein paar Tipps.

Welche Vögel bleiben im Winter bei uns?

Schau einmal nach draußen. Welche gefiederten Freunde kannst du dort alle sehen? Bei uns sind es vor allem die Spatzen, Meisen, Amseln und verschiedene Rabenvögel. Aber auch Tauben, verschiedene Greifvögel, Spechte, Finken, Eulen und Sperlinge verbringen den Winter in unseren Breitengraden. 

Um den Winter hier gut zu überstehen, haben sich Vögel so einige Tricks ausgedacht. So können sie sich zum Beispiel besonders gut aufplustern und sind dann so gut eingepackt wie in eine dicke Daunenjacke und zum Schlafen kuscheln sie sich dicht zusammen. Viele Vögel stellen ihre Nahrung von Insekten auf Baum- und Kräutersamen um, einige Vogelarten legen sich sogar einen Wintervorrat an Futter an. 

Das kannst du bereits im Jahresverlauf in deinem Garten beachten

Ein naturnaher Garten hilft unseren Vögeln zu jeder Jahreszeit. Hier gilt: Weniger Arbeit hilft!

Wie Vögel sich vor Kälte schützen
Kohlmeisen sieht man im Winter häufig.

Ein unbeschnittener Baum und eine dichte Hecke bietet viele Versteckmöglichkeiten. Im Frühjahr zum Nisten, im Winter um zusammengekuschelt die kalten Temperaturen zu überstehen. Lege eine Totholzhecke an oder lasse eine Ecke deines Gartens einfach verwildern. Hier überwintern viele Insekten, welche dann auch wiederum Nahrung für unsere Vögel sein können. 

In meinem etwas verwilderten Obst und Gemüsegarten ernte ich grundsätzlich nicht alles ab. So bilden sich Samen an den Gemüsepflanzen, welche den Vögeln noch gut schmecken oder die letzten Äpfel am Baum, können nach und nach vernascht werden. Hast du eine Blumeninsel in deinem Garten? Auch diese solltest du über den Winter einfach stehen lassen.

Achte auch darauf, dass du ein paar Sträucher pflanzt, welche lange ihre Früchte tragen und den Vögeln Nahrung bieten können. Schlehen oder Hagebutten sind hierfür ideal. Ihre Früchte kommen spät und hängen über den ganzen Winter am Strauch. Die Hagebutte wird nach dem ersten Frost besonders nahrhaft. Lass die Früchte einfach für die Wintervögel hängen, aber gieße dir auch mal einen Tee auf. Das hilft auch dir in der kalten Jahreszeit.

Wenn du keine Möglichkeit für solche Sträucher hast, kannst du bei Klimawiese auch eine Strauchpatenschaft übernehmen. Hier wird in deinem Namen ein Strauch gepflanzt, so ausgewählt, dass sie unseren heimischen Vögeln Nahrung und Unterschlupf bietet.

Wie kannst du im Winter den Vögeln helfen?

Wenn der Winter Einzug hält und die Temperaturen herunter gehen, kannst du deinen Gartenvögeln proaktiv etwas anbieten. 

Wie kann man Vögeln im Winter helfen?
(Nicht nur) wenn es eisig ist und schneit, nehmen Vögel gerne Futterspenden an 😉

Wenn kein Schnee liegt, die Pfützen aber alle gefroren sind, finden die Gefiederten kaum noch etwas zu trinken. Stell ihnen eine Wasserschale bereit. Am besten so hoch, dass diese Wasserstelle vor Katzen und Mardern geschützt ist. Achte hier darauf, das Wasser regelmäßig zu erneuern. Du kannst auch eine Hühnertränke bereitstellen. Hier gibt es zusätzlich eine Wärmplatte damit das Wasser nicht gefriert. 

Richte eine Futterstelle ein und füttere zu. Auch hier ist es wichtig, dass diese Futterstelle vor Räubern und Fressfeinden geschützt ist. Im besten hängst du das Futterhaus erhöht in einen Baum oder aber befestigst es mindestens einen Meter über den Boden ohne Klettermöglichkeiten in der Nähe. Das richtige Futter hängt von den Vögeln ab, welche du im Garten hast oder in deinen Garten locken willst. In den meisten Tierfuttergeschäften findet man gute Mischungen, achte aber darauf, dass kein Chili enthalten ist. Diese Futtermischung ist eher für exotische Vögel geeignet. Du kannst die Futtermischung auch gut selbst mischen. Hauptbestandteil sollten Sonnenblumenkerne sein, dazu mischen kannst du Körner wie Hirse und Weizen, aber auch Haferflocken, Leinsamen, Mohn, Obst oder Brot nehmen unsere Gartenvögel gern. 

Ein kleiner Tipp von mir für dich: Stelle das Futterhäuschen so auf, dass du es vom Fenster aus beobachten kannst. Beim Sonntagsfrühstück beobachten zu können, wie viele Vögel uns besuchen kommen, ist einfach ein Winterhighlight.



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1 Kommentar

  1. Miss Minze

    Immer wenn es klirrend kalt ist, frage ich mich, wie die armen Vögelchen das nur aushalten – sind sie doch Tag und Nacht draußen!
    Meinen Hühnern gönne ich im Winter eine Heizdecke im Stall, aber was macht so ein kleines Rotkehlchen im gleichen Zeitraum? Eigentlich grenzt es an ein Wunder, dass es den Winter übersteht, auch wenn die beschriebenen Tricks plausibel klingen. Hoffen wir einfach mal, dass die kleinen Piepmätze ein anderes Kälteempfinden haben…

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