Zwei neue Hühner sind bei uns eingezogen. Unsere Dreierbande ist nämlich wieder einmal auf ein einziges Überbleibsel zusammengeschrumpft. Diesmal ist allerdings kein Fressfeind schuld am Ableben der Hühner. Sie sind beide an Altersschwäche gestorben. (Davon gehe ich als Laie jedenfalls aus.) Beim Ableben des zweiten Huhns war ich (unfreiwillig) sogar zugegen. Und ich muss sagen, ich habe mir den Tod stiller vorgestellt.
Zwei neue Hühner haben Einzug gehalten
Wie es der Zufall so wollte, haben meine Tochter und ich gerade draußen Tischtennis gespielt, als wir aus dem Hühnerstall ein lautes Poltern hörten. Wir glaubten zunächst, ein Fuchs oder Marder habe sich in den Stall geschlichen, denn die Laute ließen auf einen Kampf schließen. Als wir uns schließlich an den Stall herantrauten, kam uns das altersschwache Huhn schon entgegengepurzelt, schlug noch zwei-, dreimal mit den Flügeln und blieb schließlich reglos am Boden liegen. Tatsächlich war es ganz allein (das jüngere Huhn hatte sich kurz zuvor ins Unterholz verzogen).

Das verstorbene Huhn hatte sich an seinem Todestag ziemlich auffällig verhalten, wie mir rückblickend bewusst wurde. Es war zum ersten Mal seit einem halben Jahr aus dem Hühnergelände ausgebüxt und stolzierte quietschfidel durch den Garten. Da es bereits seit einem Jahr altersschwach war, ist mir die Veränderung sofort ins Auge gefallen. Ansonsten hockte es nämlich immer nur lethargisch mit aufgeplustertem Gefieder an ein- und derselben Stelle und starrte Löcher in die Luft. Man merkte richtig, dass es zu nichts mehr Lust hatte. Oder keine Kraft? Vielleicht beides. Trotzdem entschlief es abends nicht friedlich, wie man meinen könnte, sondern vollführte einen letzten irren Todestanz. Sehr merkwürdig.
Nun ja, immerhin das Timing hätte kaum besser sein können, denn nur zwei Tage später kam der Geflügelzüchter nach Fichtenwalde. Diesmal kaufte ich mir der Abwechslung halber ein Grünleger-Huhn (siehe Titelbild oben). Wie der Name sagt, legt es grüne Eier. Und genau deshalb wollte ich es haben. 🙂

Außerdem gesellte sich noch ein Amrock-Huhn dazu, denn sein schwarz-weißes Gefieder gefällt mir sehr. Beide Hühnerrassen sollen anfängerfreundlich sein, insbesondere das Amrock ist für seine ruhige, freundliche Art bekannt. Allerdings neigen sie auch zum Verfetten:
Amrocks sind sehr genügsam und leichtfuttrig, was ihnen im Alter aber schnell zum Verhängnis werden kann. Sie verfetten bei zu viel Futter recht schnell, was sich direkt auf die Legeleistung auswirkt. Dicke Hennen legen kaum Eier.
hühner-haltung.de
Statt zu futtern, verzieht sich das kleine Amrock bislang lieber in den Stall, wo es vor den beiden größeren Hühnern geschützt ist. Als jüngstes im Bunde steht es in der Hierarchie nämlich an unterster Stelle – und ist damit ständig den Andeindungen der älteren ausgesetzt. Aber das wird sich schon geben…


MM
Schreibe einen Kommentar