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Selbstständig bleiben, auch wenn der Alltag schwieriger wird

Wer seinen Garten liebt, möchte ihn möglichst lange genießen. Doch manchmal kommt das Leben dazwischen: Eine Hüftoperation, ein Sturz oder eine Erkrankung können dazu führen, dass selbst vertraute Wege plötzlich beschwerlich werden. Auch Treppen, die man jahrelang mühelos bewältigt hat, können dann zur Herausforderung werden.

Das bedeutet allerdings nicht, dass man sein selbstständiges Leben gleich aufgeben muss. Oft gibt es Möglichkeiten, den Alltag an die veränderte Situation anzupassen – und sich ein Stück der gewohnten Freiheit zurückzuerobern.

Nach Unfall oder OP: Der Alltag muss neu organisiert werden

Bis vor wenigen Wochen war alles wie immer: morgens die Zeitung holen, die Treppe ins Schlafzimmer nehmen, später im Garten nach den Stauden sehen. Doch nach einer OP sieht der Alltag anders aus. Das Gehen fällt schwer, die Kraft fehlt noch, und bei jeder Treppenstufe ist Vorsicht geboten.

Solche Einschränkungen müssen nicht dauerhaft sein. Nach einer Hüftoperation beispielsweise kann es eine Weile dauern, bis die Beweglichkeit und Sicherheit beim Gehen zurückkehren. Auch nach anderen Erkrankungen oder Verletzungen kann der Körper Zeit brauchen, um wieder zu Kräften zu kommen.

Wer sich grundsätzlich noch selbst versorgen kann und gern in den eigenen vier Wänden lebt, möchte deshalb nicht unbedingt sein gesamtes Leben umstellen. Schließlich ist das vertraute Zuhause mehr als ein Dach über dem Kopf. Es ist der Ort, an dem man heimisch geworden ist, oftmals verbunden mit der Nachbarschaft. Für Gartenfreunde gehört dazu nicht zuletzt das eigene grüne Reich.

Wenn Angehörige sich Sorgen machen

Nach einem Sturz sind insbesondere Angehörige oft beunruhigt. Sie möchten verhindern, dass sich ein ähnlicher Vorfall wiederholt, und fragen sich, ob das alleinige Wohnen noch sicher ist. Manchmal fällt in diesem Zusammenhang schnell das Wort Pflegeheim.

Für jemanden, der sich eigentlich noch fit fühlt und lediglich vorübergehend mit Einschränkungen zu kämpfen hat, können solche Gespräche enorm belastend sein. Plötzlich steht nicht mehr nur die Genesung im Mittelpunkt, sondern die grundsätzliche Frage, ob man noch allein zurechtkommt.

Natürlich sind die Sorgen von Kindern, Partnern oder anderen Angehörigen ernst zu nehmen. Doch nicht jede Schwierigkeit im Alltag bedeutet, dass ein selbstständiges Leben nicht mehr möglich ist. Es lohnt sich, zunächst genauer hinzusehen:

Welche Tätigkeiten fallen tatsächlich schwer? Wo besteht ein erhöhtes Risiko? Und welche Veränderungen könnten helfen, die gewohnte Lebensweise beizubehalten?

Das Ziel muss nicht sein, alles genauso zu machen wie vor der Erkrankung. Es geht vielmehr darum, passende Lösungen zu finden, die zur jetzigen Situation passen und schließlich dabei helfen, so lange wie möglich selbstständig zu sein.

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Gärtnern trotz Einschränkungen: Kleine Veränderungen können viel bewirken

Gärtnern trotz Einschränkungen
Garten & frische Luft genießen, auch wenn man körperlich eingeschränkt ist, Foto von Mobio Marketing

Nicht jede Einschränkung erfordert gleich einen größeren Umbau zum altersgerechten Wohnen. Oftmals helfen bereits überschaubare Anpassungen, um den Alltag angenehmer und sicherer zu gestalten:

  • Handläufe und Haltegriffe: Sie können in der Duschkabine und anderen kritischen Stellen zusätzliche Unterstützung bieten.
  • Bessere Beleuchtung: Gut ausgeleuchtete Treppen, Flure und Wege erleichtern die Orientierung und helfen, Stolperstellen rechtzeitig zu erkennen.
  • Stolperfallen beseitigen: Lose Teppiche, herumliegende Kabel und andere Hindernisse sollten möglichst weggeräumt werden.
  • Alltag vorübergehend vereinfachen: Häufig benötigte Dinge lassen sich so platzieren, dass unnötiges Bücken, Strecken oder Treppensteigen vermieden wird.
  • Hilfe im Haushalt organisieren: Unterstützung beim Einkaufen, Putzen oder bei anderen anstrengenden Tätigkeiten kann während der Genesung entlasten.
  • Gartenwege sicher gestalten: Ebenerdige, gut begehbare Wege und rutschfeste Oberflächen erleichtern den Zugang zu den Beeten und Sitzplätzen.
  • Hochbeete und Sitzgelegenheiten nutzen: Sie ermöglichen rückenschonenderes Gärtnern und regelmäßige Pausen.
  • Technische Hilfsmittel prüfen: Wenn Treppen dauerhaft oder längerfristig zum Hindernis werden, können Treppenlifte eine geeignete Lösung sein.

Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von der jeweiligen Einschränkung ab. Nach einer Operation oder einem Sturz sollten insbesondere bauliche Veränderungen und die Nutzung von Hilfsmitteln auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden.

So bleibt der Garten zugänglich

Für viele Menschen ist der Garten ein wichtiger Teil ihres Alltags. Hier wachsen Pflanzen, die man über Jahre gehegt hat. Hier gibt es den Lieblingsplatz für den Morgenkaffee oder die Terrasse, auf der man an warmen Tagen gern sitzt.

Wer nach einer Operation nicht mehr ohne Weiteres die Außentreppe bewältigen kann, empfindet es möglicherweise als großen Verlust, diesen Bereich plötzlich kaum noch nutzen zu können. Gerade deshalb lohnt es sich, nach Lösungen zu suchen, die den Zugang zum Garten wieder erleichtern.

Ein geeigneter Außenlift kann dazu beitragen, die Verbindung zwischen Haus und Garten zu erhalten. Voraussetzung ist, dass das jeweilige Modell zur Treppe und zur individuellen Situation passt. Auch die Witterungsbeständigkeit und die sichere Nutzung im Freien müssen berücksichtigt werden.

Die Rhein-Ruhr Treppenlifte GmbH bietet unterschiedliche Liftlösungen für den Innen- und Außenbereich an. Dazu gehören Sitzlifte für gerade und kurvige Treppen sowie Outdoor-Sitzlifte, Plattformlifte und Hublifte.

Wer sich mit dem Gedanken an einen Treppenlift beschäftigt, sollte neben der technischen Eignung auch die langfristigen Bedürfnisse berücksichtigen. Bei einer Kaufentscheidung spielen etwa die voraussichtliche Nutzungsdauer, die Kosten und mögliche Zuschüsse eine Rolle. Liegt ein Pflegegrad vor, kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Zuschuss der Pflegeversicherung für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen möglich sein.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Modellen und den Möglichkeiten einer individuellen Beratung finden Interessierte auf der Website von RR Treppenlifte.

Treppen als Hindernis? -Nicht mit diesen Hilfsmitteln!

Wer Schwierigkeiten mit dem Treppensteigen hat, muss nicht zwangsläufig auf die oberen Etagen des Hauses verzichten. Ein Treppenlift kann eine Möglichkeit sein, Höhenunterschiede im Gebäude zu überwinden und die verschiedenen Wohnbereiche weiterhin zu nutzen.

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Bei einem Sitzlift fährt die betreffende Person sitzend entlang einer Schiene, die an die jeweilige Treppe angepasst wird. Je nach baulicher Situation kommen Lösungen für gerade oder kurvige Treppen in Frage. Für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen, können dagegen Plattformlifte oder andere Hebesysteme geeigneter sein.

Selbst für den Außenbereich gibt es spezielle Liftlösungen. Ein Outdoor-Sitzlift, wie oben bereits angesprochen, kann beispielsweise helfen, eine geeignete Außentreppe zwischen Haus und Garten zu überwinden.

Ein Treppenlift ist dabei keine automatische Antwort auf jede vorübergehende Schwierigkeit. Gerade wenn nach einer Operation mit einer deutlichen Verbesserung der Beweglichkeit zu rechnen ist, sollte man sorgfältig abwägen, welche Hilfsmittel tatsächlich benötigt werden. Schließlich ist der Einbau eines Treppenlifts kostenintensiv.

Alternativ bieten sich zum Beispiel elektrische Treppensteiger bzw. Treppenraupen an. Hier ist allerdings eine vitale Begleitperson nötig, die das jeweilige Gerät an den Stufenkanten aufsetzt und es über den gesamten Vorgang des Treppensteigens stabilisiert.

Bei länger anhaltenden Einschränkungen oder wenn die Treppe dauerhaft zum Hindernis wird, kann die Anschaffung eines eigenen Lifts deshalb eine Überlegung wert sein.


Das eigene Leben nicht vorschnell infrage stellen

Nach einer Operation oder einer Erkrankung braucht es manchmal Geduld. Gewohnte Tätigkeiten können vorübergehend schwerer fallen, und manches muss neu organisiert werden. Das ist anstrengend genug. Zusätzlicher Druck durch die Befürchtung, das eigene Zuhause verlassen zu müssen, hilft in dieser Situation wenig.

Wer grundsätzlich selbstständig leben kann, sollte deshalb gemeinsam mit den behandelnden Fachleuten und gegebenenfalls den Angehörigen prüfen, welche Unterstützung tatsächlich notwendig ist. Manchmal reichen kleine Veränderungen. In anderen Fällen können technische Hilfsmittel neue Möglichkeiten eröffnen.

Und vielleicht – ja hoffentlich – wird der Weg in den Garten dadurch wieder ein bisschen leichter. Dann wartet dort weiterhin das, was den Alltag bereichert: frische Luft, vertraute Pflanzen und ein Lieblingsplatz in der Sonne.

Denn selbstständig zu leben bedeutet nicht, jede Schwierigkeit allein bewältigen zu müssen. Es bedeutet auch, passende Unterstützung anzunehmen, um möglichst viel von dem zu erhalten, was einem wichtig ist.

MM

Beitragsbild von Laney Smith


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