Gartenbilder 2026
Mittlerweile habe ich mich – ebenso wie die Pflanzen in meinem Garten – an die Hitzesommer gewöhnt. Bäume und Sträucher sind größer geworden, der geplante Schatten zeigt langsam Wirkung. Das spürt man auch im Haus: Wärmer als 24°C hatten wir es dieses Jahr nicht.
Ich spiele sogar mit dem Gedanken, mediterrane Bäume zu pflanzen: Maulbeere, Feige und Olive dürften sich neuerdings auch in Brandenburg wohlfühlen. Doch Pustekuchen: Jetzt rechnen Forscher mit einer verfrühten Eiszeit in Mittel- und Nordeuropa – paradoxerweise auf Grund des Klimawandels!
Die Atlantische Umwälzströmung AMOC könnte sich rasanter abschwächen als bislang berechnet. Vor allem das Klima in Nordeuropa wäre betroffen.
Quelle: GEO
Nur die Harten kommen in den Garten
Das könnte sich zwar noch bis zum Jahr 2100 hinziehen, aber schon heute spüren wir kälter werdende Winter. Mehr denn je ist jetzt das Grünzeug gefragt, das bei Hitze nicht schlappmacht – und darüber hinaus der Eiseskälte trotzt.
Welche Pflanzen das in meinem Garten betrifft, stelle ich anhand meiner jährlichen Gartenbilder vor:

Die aus Parkanlagen bekannte Prachtspiere zeigt sich fast das ganze Jahr hindurch zurückhaltend. Nicht so im späten Frühjahr!: Dann explodiert sie förmlich vor Blüten, deren Weiß weithin zu sehen ist. Ein äußerst dankbarer Strauch. Ich wässere ihn nie, dabei wächst er unterm Dachvorstand! Zudem trotzt die Prachtspire selbst sibirischer Kälte.

Weil er mit derselben Blütenfarbe aufwartet, fahre ich mit dem Weißdorn fort. Auch dieser genügsame Strauch blüht im Frühjahr, allerdings ein wenig später als die eingangs erwähnte Spiere. 2026 war für meinen Weißdorn bislang das blütenreichste Jahr.

Der an der Nordseite des Hauses gepflanzte Efeu ist ebenfalls genügsam: trockentolerant und frosthart. In diesem Jahr zeigt er sich besonders wuchsfreudig und klettert sogar die Fassade hoch. Ich bin mir noch unsicher, was ich davon halten soll. Generell mag ich das Grün – auch in der Vertikalen. Aber die Haftwurzeln verankern sich tief im Putz. Vermutlich kriegt man die Fassade nie wieder richtig sauber.

Unseren Pool haben wir im Spätsommer abgebaut. Ursprünglich hatte ich vor, auf diesem Bereich eine PV-Freiflächenanlage installieren zu lassen. Denn gerade dort ist es nachmittags immer schön sonnig. Doch hierzulande gibt es (soweit ich das recherchieren konnte) keine Unternehmen, die so etwas für Privatpersonen umsetzen. Wenn man eine Solaranlage haben will, muss man mit der Installation derselben auf dem Hausdach Vorlieb nehmen. Daher bleibt erst einmal offen, was aus diesem Bereich wird…

Die Hühner treiben immer noch ihr Unwesen im Garten. Weil sie mittlerweile sogar aufs Hochbeet springen und mein Gemüse fressen, lasse ich sie allerdings nur noch ungern aus dem Stall.

Nun ja, immerhin legen sie Eier. So viele Eier, dass wir sie gar nicht alles essen können – und sie deshalb seit diesem Jahr an Familie und Bekannte verschenken.

Die Grüne Minze habe ich im zeitigen Frühjahr ausgesät. Ich weiß gar nicht mehr, woher ich die Samen habe. Jedenfalls wollte ich eigentlich Pfefferminze haben, stattdessen wächst nun diese hier in meinem Garten. Die Grüne Minze schmeckt zwar auch minzig und kann im Tee verwendet werden, aber sie sieht ganz anders aus. Tatsächlich erinnern ihre Blüten an die Indianernessel, nur dass Letztere pinke Blüten trägt.
Die Blüten der Grünen Minze fand ich so hübsch, dass ich sie oft in Blumensträußen verwendet habe. Dort hielten sie sich ewig.

MM
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