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Zu Pfingsten haben wir erstmals E-Bikes ausgeliehen, um unsere bewegungsfaule Tochter für eine Radtour zu begeistern. Ein Ausflug, der körperlich nicht anstrengend sein würde? -Das war tatsächlich Musik in ihren Ohren. Unser Plan ging also auf. Es fühlte sich zwar wie Cheaten an, aber wir können die ganzen E-Bike-Rentner nun voll und ganz verstehen: Es macht schon Spaß, mal eben kurz in die Pedalen zu treten und gleich auf 30 km/h zu sein. Und das über Stunden, ohne ins Schwitzen zu geraten. Lediglich Sonnenbrand hatten wir am Ende des Tages.

Mit unseren normalen Fahrrädern wären wir zwar ans Ziel gelangt, aber wahrscheinlich nicht mehr zurück. Jedenfalls nicht mehr gut gelaunt…

Vom Potsdamer Hauptbahnhof sind wir auf dem Europaradweg R1 bis zum Olympiastadion in Berlin gefahren. Die Strecke führte fast immer am Wasser entlang – und an diversen Sehenswürdigkeiten (Schloss Babelsberg, Schloss Glienicke, Haus der Wannseekonferenz) vorbei. Irgendwie vergessen wir immer, welche kulturellen Reichtümer Potsdam und Berlin so bergen.

Fähre zur Pfaueninsel

Allerdings haben wir die wenigsten davon näher in Augenschein genommen. Lediglich an der Pfaueninsel haben wir Halt gemacht, um einen Kaffee zu trinken und durch den Park zu schlendern. Glücklicherweise sind wir schon früh dort gewesen, denn als wir wieder weiterfuhren, war die Schlange der Wartenden an der Fähre so lang, dass man ihr Ende nicht mehr sehen konnte.

Albino-Pfau

Weiter ging es am Wannsee bzw. der Havel entlang bis zum Grunewaldturm, wo wir wieder eine Pause einlegten, denn am Fuß des Turms befindet sich ein Ausflugslokal mit einer riesigen Außenterrasse, von der aus man übers Wasser blickt. Wirklich herrlich bei schönem Wetter. Zurück fuhren wie am Teufelsberg vorbei durch den Grunewald, der von Ausflüglern nur so wimmelte. Alle wollten sie ans Wasser, um zu baden.

Blick vom Fuß des Grunewaldturms über die Havel

Für längere Touren eignen sich E-Bikes wirklich ganz wunderbar. Ich kann mir gut vorstellen, für die ein oder andere wieder eins auszuleihen. Wer sich körperlich fit halten will, sollte dem alten Drahtesel jedoch treu bleiben. Zumal Radfahren ein ganz wunderbares Mittel ist, um Sport in den Alltag zu integrieren. Für mich ist es – von den täglich Gassirunden abgesehen – momentan sogar das einzige.

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Wobei ich immerhin gerade Yoga für mich entdeckt habe. –Wenn man Yoga denn als Sport bezeichnen kann. Eigentlich handelt es sich ja um Entspannungsübungen, also das Gegenteil von Sport. Deshalb kam es für mich nie so richtig in Frage, denn ich wollte mich beim Sport lieber auspowern. Aber mittlerweile bin ich alt geworden, alt genug für Yoga. Erstaunlicherweise bin ich im Kurs trotzdem die jüngste. Was vermutlich nur die Altersstruktur in unserem Ort spiegelt.

Es ist schön, dass hier überhaupt die Möglichkeit besteht, Yoga zu praktizieren. Für jeden anderen Sport musste ich bislang immer erst irgendwo anders hinfahren – am besten mit dem Rad 😉 Außerdem versteht die Kursleiterin, die für ihr „Yogastudio“ einfach das Dachgeschoss ihres Einfamilienhauses umbauen ließ, ihre Materie wirklich. Wenn man sich drauf einlässt, kribbelt der Körper vom Scheitel bis zu den Zehenspitzen. Ich liebe das.

MM


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