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Wer heute einen Hausbaum pflanzt, denkt an den Schatten in zwanzig Jahren. Eine Linde, ein Feldahorn oder eine Felsenbirne brauchen aber Zeit, bis ihre Krone eine Terrasse wirklich kühlt. Die Sommer dazwischen sind trotzdem heiss. Wie überbrückt man diese Jahre, ohne den Garten mit Provisorien zu verbauen?

1. Den künftigen Schatten zuerst einzeichnen

Bevor irgendetwas aufgestellt wird: den Standort des Baumes festlegen und seine spätere Krone grob auf den Gartenplan zeichnen. Wo fällt ihr Schatten um 15 Uhr im Juli? Alles, was jetzt als Übergang dient, gehört an die Stellen, die der
Baum später nicht abdeckt, oder muss sich später leicht versetzen lassen.

2. Schnelle Kletterer an einfachen Gerüsten

Einjährige Kletterpflanzen wie Feuerbohnen, Kapuzinerkresse oder Prunkwinde
schaffen in einer Saison zwei bis drei Meter. An einem Holzgerüst oder
gespannten Drähten entsteht so ein grüner Vorhang, der Wind durchlässt und
Verdunstungskühle bringt. Wer mehrjährig denkt, setzt Wilden Wein oder Hopfen: Nach dem zweiten Jahr decken sie grosse Flächen, im Winter lassen sie Licht durch.

3. Sonnensegel richtig spannen

Ein Segel kühlt nur, wenn die Luft darunter zirkulieren kann. Also nicht flach,
sondern mit Gefälle und mindestens einer hohen Ecke spannen, sonst staut sich die Wärme. Bei Gewitterböen gehört es abgenommen; das ist der Preis für die geringe Investition.

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4. Hochbeete und Kübel als bewegliche Schattenspender

Ein Kübel mit Bambus, Schilfgras oder einem Säulenobstbaum lässt sich mit
einem Rollbrett im Lauf des Sommers dorthin schieben, wo die Sonne gerade brennt. Wichtig ist ein grosses Gefäss, damit die Erde nicht austrocknet.

5. Den Boden nicht vergessen

Heller Kies, Holzdielen oder ein bepflanzter Streifen vor der Terrasse heizen
sich deutlich weniger auf als dunkle Platten. Schon ein Meter Staudenbeet
zwischen Rasen und Sitzplatz senkt die gefühlte Temperatur spürbar.

6. Wenn es eine feste Lösung sein soll

Für viele reicht die Kombination aus Kletterpflanzen und Segel. Wer die Terrasse täglich nutzt oder ein Homeoffice draußen plant, überlegt irgendwann eine feste Überdachung. Dann lohnt es sich, eine Variante mit beweglichen Lamellen zu prüfen: Offen lässt sie Regen auf die Pflanzen darunter und Wärme nach oben entweichen, geschlossen spendet sie Schatten. Mit einem Pergola Konfigurator (https://skypergola.ch/pages/sky-pergola-konfigurator) lässt sich
vorab durchspielen, welche Grösse zum Sitzplatz passt und wie sie neben dem
künftigen Baum wirkt.


Fazit

Der Baum bleibt das Ziel, er kühlt am natürlichsten. Bis er so weit ist, helfen
schnelle Kletterer, gut gespannte Segel und bewegliche Kübel. Wer die
Übergangslösungen so plant, dass sie dem Baum später Platz machen, hat in
jedem Sommer einen angenehmen Sitzplatz.

Beitragsbild von Salvo Media LLC

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