Ein Garten- & Geschichtenblog

Kategorie: Worte (Seite 1 von 3)

Übers Scheitern

Im Sommer war ich mit meiner Tochter, meiner Schwester und ihrem Sohn zusammen eine Woche lang im Urlaub. Mein Sohn war mit Freunden unterwegs und so blieb mein Mann allein zu Haus. Er arbeitete – wie immer – im Homeoffice und musste obendrein auf den Hund aufpassen. So weit, so unproblematisch.… Vollständiger Artikel

Dumm & glücklich

Wir haben uns dagegen entschieden, unseren Kindern eigene Fernsehapparate ins Kinderzimmer zu stellen, und so läuft der Fernseher eben 24/7 in der Wohnküche. Dabei ist das Ding so laut eingestellt, dass man dem Programm nicht entkommen kann, egal wo man sich gerade befindet. Eigentlich läuft immer Rick & Morty. Oder Family Guy.… Vollständiger Artikel

Dramatik entsteht ja durch das Scheitern. Bei Tolstoi heißt es: „Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“ Literatur beschäftigt sich deshalb mit dem Unglücklichsein, denn das Glücklichsein genügt sich ja selbst. Kein Mensch hat etwas dagegen, aber es ist langweilig. Wie ein Basketballspiel ohne Körbe.

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Wenn sich der Geist daran gewöhnt hat, dass auf jeden Wunsch die Nichterfüllung folgt, dann hört er irgendwann mit dem Wünschen auf.

Niels Birbaumer (Psychologe) in einem Interview mit der Brand eins 4/2019
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Rätselhafte Hinterwäldler

Ich habe den Optimismus und die Neugier verloren, die ich noch hatte, als ich zu deinen Kita-Elternabenden ging: Da war ich Anfang dreißig und hatte Lust, Mutter zu sein. Jetzt bin ich Mitte vierzig und will meine Ruhe vor diesen Arschgesichtern, ehrlich, ich verachte sie. Die Angst, die ihnen aus den Poren tritt, und wie sie poltern und hetzen, und versuchen, sich mit irgendwem gemein zu machen, der ihnen Schutz bieten könnte, weil er stark ist.

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Die Rassisten im Bus waren nur wenige Leute, aber sie machten all den Lärm. Und wir, der Rest, taten so, als ob wir schliefen, schauten aus dem Fenster. Eine grossartige Vorschau auf die restliche Amtszeit: Menschen, die wegsehen.

Gary Shteyngart im Interview mit der NZZ

Gary Shteyngart schreibt merkwürdige Romane. Einerseits sprudeln sie nur so vor Witz und Ironie.… Vollständiger Artikel

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