Abgesehen von der Klimakrise widme ich mich auf Miss Minze nur selten aktuellen Themen. Auch den Coronavirus wollte ich eigentlich ignorieren, doch mittlerweile haben seine Auswirkungen selbst einen Nachrichtenverweigerer wie mich fest im Griff. Nicht dass ich erkrankt wäre – lediglich medial total verseucht. Und jetzt schließen auch noch die Schulen. Halleluja!

Meine Tochter war im Freudentaumel: „Endlich keine Scheißschule mehr!!!“
Zum Vergleich: Das Nachbarskind war angesichts der Hiobsbotschaft, mindestens einen Monat lang nicht zur Schule gehen zu dürfen, den Tränen nahe. Weil Mami und Papi jetzt den Lehrplan umsetzen? –Muahahahaha!!!

Gar nicht lustig finde ich allerdings die vielen Infos, die ich seit Tagen verbal, per Mail und WhatsApp bekomme und die sich irgendwie alle ein wenig widersprechen…

Homeoffice. Für mich schon seit Jahren Normalität. Jetzt muss ich es mir lediglich mit meinem Gatten teilen. Wenn es vielen Paaren so geht, würde ich mich nicht wundern, wenn in neun Monaten die Geburtenrate in die Höhe schnellt. (Oder wahlweise die Anzahl der Scheidungen in etwa einem Jahr.)
Wer nicht in den Genuss kommt, spart immerhin Sprit und tut der Umwelt einen großen Gefallen. Ansonsten könnte man auch gärtnern. Das Wetter spielt mit und nach dem Winter gibt es Einiges zu tun, zumindest solange keine Ausgangssperre verhängt wird.

Darf man trotz Quarantäne in den Garten?

Den eigenen Garten, wohlgemerkt, der direkt ans Haus grenzt. An dieser Frage scheiden sich die Geister. Tatsächlich soll man unter Quarantäne nämlich das Haus/die Wohnung überhaupt nicht mehr verlassen. Wer einen Hund hat, soll diesen bestenfalls von Freunden betreuen lassen.

Quarantäne und Ausgangssperre sind jedoch nicht dasselbe. Letztere wird hier in Brandenburg locker gehandhabt: Man kann eigentlich überall hin, solange man Menschenansammlungen vermeidet. Familienausflüge in die Natur dürften also noch drin sein. Oder zum Baumarkt oder zur Baumschule oder zum Gartencenter. Die sind jedenfalls noch offen.

Um die Zeit zumindest gefühlsmäßig zu verkürzen, empfehle ich Kabarett. Krömer, Puffpaff und Suchtpotenzial sorgen für Aufmunterung in deprimierenden Zeiten. Fangen wir doch schon mal an mit: Genauso scheiße

Lasst euch nicht runterziehen,
MM