Miss Minze

Ein Garten- & Geschichtenblog

Kategorie: Worte (Seite 1 von 2)

Die Gedanken sind frei

Es gibt nicht viele Autoren, auf die ich immer wieder zurückgreifen kann, ohne enttäuscht zu werden. Michel Houellebecq gehört zu den wenigen. Sobald er ein neues Buch herausbringt, lese ich es – ohne Bedauern.

Allerdings lässt mich sein durchschlagender Erfolg auch argwöhnen: Houellebecq zu mögen, hat doch etwas Masochistisches. Warum also jubeln ihm alle zu?… Vollständiger Artikel

Wenn sich der Geist daran gewöhnt hat, dass auf jeden Wunsch die Nichterfüllung folgt, dann hört er irgendwann mit dem Wünschen auf.

Niels Birbaumer (Psychologe) in einem Interview mit der Brand eins 4/2019
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Rätselhafte Hinterwäldler

Ich habe den Optimismus und die Neugier verloren, die ich noch hatte, als ich zu deinen Kita-Elternabenden ging: Da war ich Anfang dreißig und hatte Lust, Mutter zu sein. Jetzt bin ich Mitte vierzig und will meine Ruhe vor diesen Arschgesichtern, ehrlich, ich verachte sie. Die Angst, die ihnen aus den Poren tritt, und wie sie poltern und hetzen, und versuchen, sich mit irgendwem gemein zu machen, der ihnen Schutz bieten könnte, weil er stark ist.

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Die Rassisten im Bus waren nur wenige Leute, aber sie machten all den Lärm. Und wir, der Rest, taten so, als ob wir schliefen, schauten aus dem Fenster. Eine grossartige Vorschau auf die restliche Amtszeit: Menschen, die wegsehen.

Gary Shteyngart im Interview mit der NZZ

Gary Shteyngart schreibt merkwürdige Romane. Einerseits sprudeln sie nur so vor Witz und Ironie.… Vollständiger Artikel

Mir kommt es so vor, als wären wir in der Liebe alle Anfänger. Wir sagen, wir lieben uns, und wir tun es auch, daran zweifle ich gar nicht. […] Aber manchmal fällt es mir sehr schwer, die Tatsache zu erklären, dass ich meine erste Frau auch geliebt haben muss. Aber es war so, ich weiß, dass ich sie geliebt hab.

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So ist das Leben

Das Vorteilhafte dieses überaus hässlichen Monats März ist ja, dass er genügend Gelegenheiten bietet, zu lesen. Also habe ich mir gleich mehrere Bücher bestellt, die kürzlich in den Feuilletons der großen Tageszeitungen besprochen und in den höchsten Tönen gelobt wurden. Eines davon: „Anything is Possible“ von Elizabeth Strout. Die Schriftstellerin hat sogar den Pulitzer Preis gewonnen, eine der höchsten Auszeichungen für Medienschaffende in den USA.… Vollständiger Artikel

Der Hausmensch

Vom freien Wildbeuter, der seinen Jagdgründen hinterherzog und nie länger als ein halbes Jahr an einem Ort ausharrte, zum domestizierten Menschen. So beschreibt es Yuval Noah Harari in seinem Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit„, das mir schon auf den ersten Seiten einige Aha-Momente bescherte. Vor allem aber beruhigte es mich, denn in letzter Zeit registriere ich immer mehr Spleens an mir, seit Neuestem zum Beispiel den „Ich-fühle-mich-nirgends-richtig-wohl- und-will-deshalb-ständig-umziehen-Spleen“.… Vollständiger Artikel

Bin ein wenig spät dran. Schließlich erschien das Interview mit Juli Zeh schon am Sonntag im Tagesspiegel. Ich will auch gar nicht groß herumlamentieren. Durchlesen kann es sich jeder selbst.

 

Der Grund, weshalb ich das Ende des Interviews abfotografiert und hier veröffentlicht habe, liegt schlicht und ergreifend darin, dass mir Frau Zeh an dieser Stelle zu 100% aus dem Herzen spricht.… Vollständiger Artikel

Und denke an Lucia Berlin

Immer wenn ich kurz davor bin, meine Freiheit zu verlieren, werde ich wehmütig. Dabei weiß ich sie ansonsten überhaupt nicht zu schätzen. Jetzt zum Beispiel scheint die Sonne gedämpft durch einen zarten Nebelschleier, der zwischen den Baumwipfeln hängt. Ein perfekter Moment für einen Spaziergang durch den Wald. Doch ich bleibe am Schreibtisch sitzen und schaue nur aus dem Fenster, als reiche das bereits.… Vollständiger Artikel

Gestern Abend wurde ich an der Tankstelle von einem Typen abkassiert, der aussah wie ein Model und eine Stimme hatte, so tief und sexy, dass sie direkt aus der Radiowerbung hätte kommen können. Leider hat mich das dermaßen verwirrt, dass ich nur mürrisch auf das Kartenlesegerät gestarrt habe. Beim Verlassen der Tankstelle habe ich ihm noch einen bösen Blick zugeworfen, weil ich mich irgendwie verarscht fühlte.… Vollständiger Artikel

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