Miss Minze

Ein Gartenblog

Vom Leid des Gärtnerns ohne Do-it-Yourself-Kenntnisse

Ich stoße an meine Grenzen.

In meinem Kopf kreisen die originellsten Ideen rund um die Gestaltung meines Gartens, doch leider verfüge ich nur über ein extrem rudimentäres handwerkliches Geschick. Und – nein – ich habe keine Bekannten/Freunde/Familienmitglieder, denen es anders geht und die man – für ein Bier  – dafür einspannen könnte… Zu blöd.

Meine Nachbarn bauen alles selbst: ihre Häuser, ihre Schuppen, ihre Terrassen und Pergolas, ihre Carports und Zufahrten, ihre Pools und Teiche. Ich bin schon froh, wenn der Zaun hält, den wir eigenhändig einbetoniert haben.

Wie transportiert man Baustoffe vom Baumarkt nach Hause, wenn das Auto zu klein ist?

Dabei könnte noch soooo viel getan werden. Zum Beispiel müssten neben unserer Auffahrt noch ein paar Steine verlegt werden – oder wenigstens Kies, damit ein zweites Auto dort parken kann. Wie man Kies verteilt, kann ich mir ja noch vorstellen (mit einer Harke?). Beim Verlegen von Pflastersteinen bin ich raus.

Doch schon der Transport des Kieses würde mich vor ein unlösbares Problem stellen: Wie kriegt man das tonnenschwere Gestein vom Baumarkt nach Hause, ohne 100 Euro Versandkosten zu bezahlen??? -Im Kofferraum? Mein armer Kombi würde auf dem Asphalt schleifen! -Einen Anhänger leihen? Wäre mit Sicherheit ein Option, wenn ich eine Anhängerkupplung hätte…

Die Baumarkt-Werbung geht an meiner Realität vorbei

Die Baumärkte werben damit, wie befriedigend doch das Gefühl sei, wenn man selbst ein Projekt (erfolgreich) zu Ende gebracht hat. Ich scheitere schon an der gedanklichen Planung. Wahrscheinlich verwechseln die Werber befriedigend mit befreiend: Nach so einem privat-persönlichen Bauvorhaben bist du doch nur froh, den Scheiß hinter dich gebracht zu haben. Mich nervt dieser Do-it-yourself-Hype nur noch.

Ich meine, wozu geht ein Handwerker jahrelang in die Lehre, wenn Hinz und Kunz bloß ein Youtube-Video brauchen, um es ihm nachzutun? Ich würde meinen, der Handwerker kann’s besser und überhaupt arbeitet er effizienter. Nehmen wir unsere Zufahrt, die von einem Unternehmen gepflastert wurde: Die Berufshandwerker haben dafür zwei Wochen gebraucht. Unser Nachbar hat seine Terrasse selbst gepflastert, ein Bereich mit nicht einmal halb so viel Fläche. Vier Monate Zeit hat es ihn gekostet. Ich möchte meinen, dass der Spaß an der Sache dabei nebensächlich war.

Okay, er hat vermutich viel Geld gespart. Leider kostet so eine Terrasse aus Stein schon mal vier- bis fünftausend Euro. Dafür musst du dir keinen Kopf um gar nichts machen. Wie die Pflastersteine auf dein Grundstück kommen? -Nicht dein Bier, hähä.

Ich wünschte mir trotzdem, es wäre günstiger. Vermutlich wird neben unserer Einfahrt niemals Kies landen, geschweige denn Pflastersteine, seufz.

Ansichtssache

Und dann wollte ich eigentlich noch Gartenwege anlegen, räusper. Noch sind es ja Trampelpfade. Ob jemals mehr draus wird? Vielleicht sollte ich mich einfach von den antiquierten Vorstellungen lösen, wie ein Garten auszusehen hat. Warum nicht Trampelpfade? -Die sind doch viel schöner als Wege aus Stein.

LG
eure Miss Minze

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2 Kommentare

  1. Liebe Anne,
    ich habe einen Profi und einen do-it-yourself Mann zur Verfügung, da hab ich es wirklich gut. Aber ein paar Gartenwege mit Kies zu machen, schaffst du sicher auch. Ist ja nur Unkrautvlies auslegen und Kies draufkippen – das schaffe sogar ich. Bei uns im Baumarkt kostet es kaum etwas, sich den Kies mit der LKW nach Hause fahren zu lassen, vielleicht fragst du bei dir in der Nähe mal nach.
    Liebe Grüße
    Katharina

    • Miss Minze

      05/07/2017 at 10:59 am

      Hey Katharina,
      besten Dank für die aufmunterneden Worte 🙂
      Ja, mir ist im Nachhinein eingefallen, dass ich auch bei der hiesigen Kiesgrube nachfragen könnte. Ich denke, die bieten die Lieferung auch zu wesentlich günstigeren Konditionen. Auf jeden fall wollen wir das diesen Sommer in Angriff nehmen!
      LG Anne

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