Wir waren kurz in Niedersachsen. Mein Mann ist nämlich ein großer Fan des Heideparks und wollte UNBEDINGT mal wieder Achterbahn fahren. Unsere Kinder waren natürlich sofort begeistert von der Vorstellung, den lieben langen Tag Karussell zu fahren. Einem Kurzurlaub stand also nichts entgegen.

Erholsam: Ein Kurzurlaub in Deutschland

Zuvor ging es aber erst einmal nach Verden, wo wir auf einem Reiterhof übernachteten. Rund um Verden gibt es überhaupt eine Menge Pferde. Daneben eine wunderschöne Landschaft und nette Leute. Ich bin jedesmal wieder erstaunt, wie toll Deutschland ist und wie viel es zu bieten hat.

Dabei habe ich meine Bekannten bislang immer bemitleidet, wenn sie auf meine Frage, wohin es sie in den Sommerferien verschlägt, kleinlaut „Niedersachsen“ antworteten. Tatsächlich klingen „Fuerteventura“ oder „Sizilien“ erst einmal interessanter…

Interessanter aber nur für den, der Niedersachsen nicht kennt (oder wahlweise Brandenburg). Die Gegend um Verden kam mir nämlich so vor wie das niedersächsische Pendant zu meiner Heimat Beelitz. Bis auf die schönen Backsteinbauten. Die gibt’s hier nicht. Architektonisch können wir uns hier wirklich eine Scheibe abschneiden von den Niedersachsen.

Nicht nur architektonisch, sondern auch was das Aussehen betrifft:

Wenige Glatzen und selten Tattoos

In Verden waren wir nämlich im Schwimmbad – und zum ersten Mal seit gefühlt 10 Jahren habe ich mich als nicht-tätowierter Mensch NICHT in der Minderheit gefühlt! Wow.

Ohne Scheiß, wenn ich in Brandenburg ins Hallen- oder Freibad gehe, sehe ich – von den Kindern mal abgesehen – um mich herum nur „tätowierte Affen“ (Zitat eines Bekannten). Oft von Kopf bis Fuß. Jung und Alt, Männlein wie Weiblein, alle tragen sie großformatige Tattoos. Ich komme mir schon richtig blöd vor, so ohne… Wenn ich bloß wüsste, welches bescheuerte Symbol ich mir in die Haut stechen lassen könnte, hätte ich es den Brandenburgern schon gleichgetan, nur um nicht mehr als Außenseiterin dazustehen! Tatsächlich scheint das umfassende Tätowieren der ostdeutschen Bevölkerung wie eine Seuche, die auf jeden hier übergegreift.

In Niedersachsen ist die Seuche jedenfalls noch nicht angekommen. Darüber hinaus scheint sich der Trend zur Glatze nicht durchgesetzt zu haben.  Diesen Unterschied zu Brandenburg habe ich mit großer Erleichterung wahrgenommen. Glatzen machen mir nämlich Angst. Bei glatzköpfigen Männern denke ich immer gleich an Nazis.

Kürzlich saß mein Nachbar, der sein Haar (vermutlich selbst) wenige Millimeter kurz schert, mit zwei Glatzen auf der Terrasse und trank Bier. Meine Freundin und ich starrten rüber und ich fragte sie mit brüchiger Stimme, ob die drei wohl Nazis wären. Darauf lachte sie nur und antwortete, dass diese Männer vermutlich nur deshalb Glatzen trügen, weil ihnen das Haar ausgegangen sei.

Also ich weiß nicht… Dann leiden hier in Brandenburg definitiv mehr Männer unter Haarausfall als in Niedersachsen.

Hier ein paar fotografische Eindrücke vom Waldspielplatz bei Verden:

LG
eure Miss Minze


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