Erinnert ihr euch, wie kürzlich halb Berlin unter Wasser stand, weil es zwei Tage lang wie aus Eimern geschüttet hat? So viel Wasser kam auch hier vom Himmel, schließlich wohne ich nur 45 Minuten südlich der Bundeshauptstadt. Überschwemmt wurde hier allerdings rein gar nichts, denn die Wassermassen wurden ratzfatz vom Sandboden verschluckt. Und zwar nachhaltig.

Warum ich trockenheitsresistente Pflanzen liebe

Lange Rede, kurzer Sinn, ich freue mich immer über Pflanzen, die trotz Dürre am Leben bleiben – und dabei sogar noch wachsen und gedeihen, sprich: trockenheitsresistente Pflanzen>>! Ich habe nämlich keinen Brunnen und muss daher immer auf Trinkwasser zurückgreifen, um meinen Garten zu wässern. Ihr könnt euch denken, dass ich selten den Rasensprenger anstelle…

Die Blüten der Heidenelken erscheinen wie bunte Punkte vorm dunklen Laub der dahinterstehenden Astern.

Wie wenig Wasser meine Pflanzen benötigen, um trotzdem nicht einzugehen, habe ich in der Trockenperiode im Frühling durchexerziert. Ergebnis: Eigentlich nur eine Staude (oder ist sie ein Bodendecker?), die Heidenelke.

Die Heidenelke ist eine Spezialistin für sandig-saure Böden

Illustration Dianthus deltoides, Quelle: Wikipedia

Während so ziemlich alle Blumen die Köpfchen hängen ließen und sich langsam bräunlich färbten (selbst das Heidekraut ist eingegangen!), blühte die Heidenelke unverdrossen weiter. Hierbei wird sie jedes Jahr ein Stückchen flächiger, breitet sich also aus.

Dabei heißt es, die Heidenelke sei kurzlebig. Das Gegenteil ist allerdings der Fall: Sie blüht dieses Jahr schon seit fast zwei Monaten ununterbrochen! Darüber hinaus trotzt sie dem Frost, auch Spätfröste können ihr nichts anhaben.

Weil Dianthus deltoides, die ich in Pink und Weiß habe, so unheimlich robust sind, will ich sie natürlich großflächig anpflanzen (am besten überall). Um dafür nicht allzu tief ins Portmonee greifen zu müssen, habe ich mir Samen bestellt und ziehe sie nun heran. Auch das funktioniert einwandfrei.

Einzig mein Versuch, die Samen gleich ins Freiland zu streuen und dann einfach den hiesigen Bedingungen auszusetzen missglückte: Kein einziger Samen keimte. Was die Anzucht belangt, muss man die Heidenelke also ebenso fürsorglich behandeln wie alle anderen Samen 😉

Es gibt nicht viele Pflanzen in meinem Garten, die der Trockenheit ähnlich erfoglreich trotzen wie die Heidenelke. Deshalb nenne ich an dieser Stelle nur …

  • Storchschnabel, den ich nie angepflanzt habe, der sich aber rasant wie Unkraut verbreitet
  • Fetthenne (Sedum)
  • Lavendel (unter Vorbehalt, denn ich habe ihn erst dieses Jahr gepflanzt und weiß daher nicht, wie er über den Winter kommt…)
  • Pfaffenhütchen (ein völlig unproblematischer Strauch)
  • Sanddorn
  • Kiefern in allen Variationen

Es gibt sie durchaus, die Pflanzen, denen sowohl trockene Sommer als auch kalt-feuchte Winter nichts anhaben können. (Komischerweise befinden sich keine Gräser darunter, obwohl es immer heißt, sie seien so pflegeleicht…)

Wenn euch noch welche einfallen: immer raus mit der Sprache!

Es grüßt euch
eure Miss Minze


Mehr Fotos von Natur und Umgebung findet ihr auf meinem Instagram-Profil>> Vorbeischauen lohnt sich! In Kontakt bleiben sowieso. 🙂

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