„Schöner Wohnen“ betrifft in der Regel nicht nur die inneren Räume, ebenso sollen Hof und Garten heimelig sein. Gerade bei Letzterem gibt es einiges zu tun und das nicht nur in der Frühlings- oder Sommerzeit, sondern ebenso bevor die Natur in den Winterschlaf verfällt.

Wer Pflanzen in Kübeln hat, muss diesen einen Unterschlupf in Schuppen, Garage oder Haus bieten. Selbst wenn es sich dabei um winterharte Pflanzen handelt – die Kübel können aufgrund von Witterung und Kälte regelrecht zerbersten.

Weiterhin bietet es sich an, vor dem Winter noch einmal Terrassen, Gehwege als auch Einfahrten zu verfugen, um das Keimen und Wuchern von Unkraut zu unterbinden. Wie einfach es ist, neu zu verfugen, wird im Folgenden erklärt – ebenso das Reinigen der Fugen.

8 wertvolle Tipps zum Fugen sauber halten

Tipp 1: Benutzung eines Fugenkratzers

Ist das zu behandelnde Pflaster im eigenen Garten übersichtlich, dann kann das unliebsame Kraut mit einem Fugenkratzer oder einem einfachen Messer per Hand entfernt werden. Dabei sollte immer nach Möglichkeit die Pflanze mit Wurzel entfernt werden.

Tipp 2: Nutzung eines Hochdruckreinigers

pflasterfugen reinigen
Image by Andreas Lischka from Pixabay

Mit einem Hochdruckreiniger können die Spalten ebenfalls sauber gemacht werden. Nach der Reinigung sollte der entfernte Fugensand in gleicher Menge wieder aufgefüllt werden. So schnell wächst hier nichts mehr durch!

Tipp 3: Mit dem Gasbrenner arbeiten

Mit dieser Methode ist Vorsicht geboten: Es soll schon Leute gegeben haben, die dabei aus Versehen ihr Haus in Brand gesteckt haben!
Das ungeliebte Grün kann mit einem Gasbrenner direkt auf dem Pflaster verbrannt werden. Die Überbleibsel lassen sich danach mit einem haushaltsüblichen Besen beseitigen.

Tipp 4: Unkrautvernichter biologischer Herkunft anwenden

Das manuelle sowie händische Entfernen von Löwenzahn, Moos und Gras ist zu umständlich? Dann sollte ein biologischer Unkrautvernichter verwendet werden. Das Herbizid wird mit Wasser verdünnt und dann zwischen den Pflastersteinen verteilt. Chemische Unkrautbekämpfungsmittel verunreinigen das Grundwasser und ziehen womöglich noch andere (erwünschte) Pflanzen in Mitleidenschaft. Daher dürfen sie nicht zum Einsatz kommen.

Tipp 5: Lieber auf Zement verzichten

Zement zu verwenden, um die Fugen ein für alle Mal vom Unkraut zu befreien, empfiehlt sich nicht. Stattdessen sollte ein spezieller Pflasterfugenmörtel zum Einsatz kommen, denn dieser ist flexibel und bei Minusgraden kommt es nicht zu Rissen. Der Pflasterfugenmörtel (zum Beispiel von Mainbrick) hat sich bewährt, weil er leicht zu verarbeiten ist und allen Witterungen standhält.

Tipp 6: Verlegen von Vlies

Dieser Tipp findet nur Anwendung, wenn noch keine Pflastersteine oder Ähnliches verlegt wurden. Im Baumarkt kann dann nämlich einfach Vlies gekauft werden, das bereits beim Verlegen der Steinplatten zum Einsatz kommt. Dafür wird das Vlies (alternativ geht ebenso eine spezielle Folie) flächendeckend unter die Steinplatten gelegt und danach die Rollen mit Fugensand aufgefüllt.

Tipp 7: Fugensand verwenden

Egal ob die Pflastersteine für die eigene Terrasse erst noch verlegt werden oder die Fugen nur aufgefüllt werden sollen, es muss in jedem Fall geeigneter Fugensand zum Verfugen genutzt werden. Weniger geeignet sind hingegen einfacher Sand, Quarzsand oder auch Gesteinsmehl. Im direkten Vergleich mit Fugensand schneiden die anderen Sandarten schlechter ab. Aus welchen Gründen, liest du weiter unten bei: Unschlagbare Vorteile eines speziellen Fugensandes.

Tipp 8: Kieselsteine als Lückenfüller

Kleine Steine – wie zum Beispiel bunte oder weiße Kieselsteine – eignen sich hervorragend, um größere Lücken zwischen den Pflastersteinen zu füllen. Auch hier sollte allerdings erst einmal Unkrautvlies oder eine Folie verlegt werden, bevor die kleinen Steine verteilt werden.

Achtung: Kein Salz verwenden!

Oftmals ist zu lesen, dass einfaches in Wasser aufgelöstes Kochsalz hilft die Fugen von Gras, Moos und anderen grünen unliebsamen Pflanzen freizuhalten. Es sollte jedoch niemals Salz zum Einsatz kommen, denn es ist nicht gerade umweltfreundlich. Wenn jeder immer zu Salz greifen würde, dann würde es den Salzanteil im Grundwasser verändern und wir könnten unser Grundwasser nicht mehr so nutzen, wie es der zeitlich getan wird.


Einfache Methoden, um zu verfugen

Vielleicht stellen sich einige LeserInnen die Frage „Wieso gibt es überhaupt Spalten zwischen den Pflastersteinen“? Die Antwort ist recht einfach: Wegen der Witterung! Die Rillen zwischen den Steinplatten oder den Pflastersteinen sind dafür da, dass der Wegbelag flexibel bleibt und auf Witterungsverhältnisse wie Regen, Kälte und Schnee reagieren kann. Zudem kann Regen ganz einfach in das Grundwasser ablaufen. Um verfugen zu können, muss als Erstes der Boden bearbeitet werden.

Die richtige Bodenvorbereitung

Pflastersteine und Lücken sollten von Unkraut befreit sein, bevor der Fugensand verteilt wird. Schließlich wachsen Pflanzen einfach weiter, wenn deren Wurzeln nicht gänzlich entfernt wurden. Danach kommt der Hochdruckreiniger zum Einsatz, der die Fugen zusätzlich reinigt. Die gepflasterte Fläche benötigt nun etwas Zeit zum Trocknen. Erst danach wird der Sand verteilt.

Den Sand verteilen

Sobald die Fugen trocken sind, kann der Fugensand ebenmäßig über das zu bearbeitende Pflaster verstreut werden. Der Fugensand wird so lange aufgefüllt bis dieser in der Lücke auf derselben Höhe ist, wie die Steinplatten oder Pflastersteine. Bei Bedarf muss noch eine Rüttelmaschine dafür sorgen, dass sich der Fugensand ideal verteilt. Nun gilt es den nächsten Regenschauer abzuwarten, denn nach dem ersten Regen sollte ebenfalls noch etwas Fugensand hinzugegeben werden. Ist kein Regen in Sicht, dann hilft ein Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch.

Die Vorteile eines speziellen Fugensandes

1. Effizient und simpel auffüllen

Wer eine sogenannte polymere Trockenmischung Fugensand kauft, dem ist garantiert, dass kein Unkraut je wieder zwischen den Pflastersteinen wachsen wird. Durch die Drainfähigkeit ist der Fugensand witterungsbeständig. Zudem wird es Insekten wie zum Beispiel Ameisen schwer gemacht ihre Gänge in den Rillen zu bauen oder sogar zwischen den Spalten zu wohnen.

2. Gut für die Umwelt

Der spezielle Fugensand ist ökologisch, da verhindert wird das ständig neue Steinplatten gekauft werden müssen, die ansonsten bei Frost, Regen oder Wind Schäden nehmen.

3. Optimale Pflege des Pflasters

Ist der Fugensand erst einmal im Einsatz, besteht in Sachen Pflege minimaler Aufwand. Einfaches Besenkehren oder Sandstrahlen erhalten die Optik der Bodenplatten, die sich dank des Fugensandes bei kleineren Erschütterungen nicht verschieben. Ein Pflastermörtel eignet sich zudem hervorragend, um das Pflaster zu pflegen und unkrautfrei zu halten.