Ich habe mich oft gefragt, ob es nicht völlig irrelevant ist, über so weiche Themen wie das Gärtnern zu schreiben. Schließlich gibt es Wichtigeres im Leben: Wissenschaft & Forschung zum Beispiel, Politik oder andere Großtaten. Nicht zu vergessen all die Kriege auf der Welt! Ja, auch das Arbeitsleben… Das sind doch die Themen, auf die es wirklich ankommt, nicht wahr?

Denn das sind die Rahmen, in welchen wir unser Leben ausgestalten. Der Teller, über dessen Rand wir nicht blicken.

Es geht also um den Teller, nicht um das banale Leben. Der Kulturteil kommt stets zum Schluss in der Zeitung, die sozialen Berufe gehören zu jenen mit den niedrigsten Gehältern, viele Schulen befinden sich in einem jämmerlichen Zustand…

Ist Essen belanglos?

Ich verblogge demnach die weichen Themen: Unterhaltsam, aber belanglos. Ich verblogge sie gern, doch – nun ja – ich brüste mich nicht damit.

Das ist natürlich Quatsch. Der Mensch ist ein Herdentier, eingebunden in seine sozialen Kontakte, allen voran die Familie. Das ist es, was zählt – und vermutlich bloggen deshalb so viele Frauen (und immer mehr Männer) über ihr Familienleben und alles, was dazugehört. Ist natürlich weniger wichtig als die Kriegsberichterstattung, vermutlich weil weniger Leute sterben. Oooops, war das jetzt zynisch?

Auch Rezepte sind so ein weiches Feld, das ich bislang zu belanglos fand, um es zu verbloggen. Aber wo findet die Familie denn zusammen, um miteinander ins Gespräch zu kommen?: -Richtig, zu den gemeinsamen Mahlzeiten.

Das Rezept – inklusive wichtiger Hinweise!

Lange Rede, kurzer Sinn, ich stelle euch heute erstmals ein Rezept vor. Es stammt nicht aus meiner Feder (um Gottes Willen!), weshalb ich es nur verlinke (HIER>>). Dabei handelt es sich um eine Erdbeer-Charlotte.

Unter dem Link findet ihr übrigens nur eine Variante der Erdbeer-Charlotte von vielen.

Die Besonderheit dieses Kuchens besteht darin, dass ich mir vorgenommen habe, diesen Kuchen immer zum Geburtstag meiner Tochter zu backen, denn sie liebt Erdbeeren – und sie liebt ebendiesen Kuchen.

Der wird nicht gebacken, sondern kaltgestellt – über Nacht! Für die Erdbeer-Charlotte solltet ihr also viel Zeit einplanen. Außerdem ist das Mixen und Pürieren eine ganz schöne Schweinerei. Tut euch bitte selbst den Gefallen und backt diesen Kuchen nicht, nachdem ihr die Küche geputzt habt (sondern zuvor)! Eine Schürze zu tragen, ist ebenfalls von Vorteil.

Meine Korrekturen…

Weiterhin bedenklich ist, dass im o.g. Rezept vier Eier erwähnt werden, die in den Quark gehören. Der Gedanke, dass ich demnach vier rohe Eier verspeise, ist mir allerdings so unangenehm, dass ich auf die Eier verzichtet habe. Statt des Ricottas habe ich alternativ Quark verwendet, da unser Supermarkt keinen Ricotta führt. Soll aber ähnlich schmecken.

Schlussendlich sollten eigentlich noch zur Dekoration Erdbeeren auf dem Quark verteilt werden. Allerdings wurden die schon vorher von den Kindern entdeckt und aufgegessen, so dass die Charlotte ein wenig kahl daherkam. Zugegeben, ich habe das Rezept abgewandelt, aber der Kuchen ist dennoch gut angekommen.

Wirklich gut, ohne Übertreibung!

Einziges Manko: Man muss ihn noch am selben Tag aufessen. Am zweiten Tag sieht er schon sehr matschig aus, und unappetitlich.

Na dann, bon appétit!

LG
eure MISS MINZE

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