Bislang bin ich eher zurückhaltend, wenn es um die Veröffentlichung von Fotos aus meinem Garten geht. Leider ergeben sich nicht allzu viele Fotomotive, die meinen Blog bereichern würden. Außerdem lässt die Qualität meiner Handy-Kamera zu wünschen übrig…

Heute also mal eine Ausnahme: Ich musste einfach meine Astern portraitieren, bevor sie verblühen.
Das sehe ich, wenn ich den Blick von meinem Notebook hebe und aus meinem Arbeitszimmer schaue:

astern bilder

Ein Meer aus pudrigvioletten Blütern – das sind meine Astern.

Schön, wa? (In Wirklichkeit tatsächlich noch schöner!) Dabei wird mir bewusst, dass ich meinen Astern noch gar keinen Artikel gewidmet habe – was ich hiermit nachhole:

Wie ich zu den Astern kam

Astern kannte ich – ehrlich gesagt – nicht, bevor ich mit meinem eigenen Garten anfing. Zu Beginn sah es hier ziemlich wüst aus, so dass meine Nachbarin Mitleid bekam und mir immer wieder Ableger aus ihrem Garten schenkte. Darunter befanden sich eines Tages auch die oben abgebildeten „Asternbüsche“. Damals trugen sie noch keine Blüten und wirkten ganz und gar unscheinbar. Meine Nachbarin verriet mir zwar, dass es sich um Stauden handele, doch ich erwartete bei diesem Anblick nicht viel.

Umso erstaunter war ich dann im September, als die Astern förmlich zu explodieren begannen. BAM – und alles war lila!!! Ein Traum, schließlich bin ich im Herzen immer noch das kleine Mädchen, das Lila liebt und Rosa sowieso. (Deshalb musste ich mein Beet noch um ein paar neon-pinke Geranien ergänzen… )

Reich blühend und trotzdem pflegeleicht

Doch wer meinen Blog gut kennt, der weiß, dass das Aussehen einer Pflanze für mich zweitrangig ist. Oberste Priorität hat immer noch der Pflegeaufwand – und da kann ich euch beruhigen: Der ist bei Astern äußerst gering. In Trockenperioden lassen sie zwar die Blätter hängen, doch immerhin gehen sie nicht ein. Selbst den diesjährigen Rekordsommer haben sie überstanden, ohne dass ich sie regelmäßig gegossen habe. Mit dem Märkischen Sand kommen sie auch bestens klar, düngen braucht man sie nur selten.

Eigenschaften der Astern

  • anspruchslos
  • frostunempfindlich
  • liebt Sonnenschein
  • Bienenweide
  • blühen zumeist bläulich-violett, es gibt aber auch weiße und rosafarbene Sorten
  • Saison beginnt im Mai, doch die meisten Astern blühen im Herbst

Es gibt gefühlt 1000 verschiedene Asternarten von winzigklein bis riesengroß. Auch ich habe mehrere verschiedene im Garten. Neben den üppigen Büschen meiner Nachbarin habe ich noch ein paar weitere Sorten aus der Staudengärtnerei gepflanzt. Eine dieser Astern wird so hoch, dass man sie festbinden muss, damit sie nicht umknickt! Eine andere Art bildet so kleine Blüten, dass man sie als Blume gar nicht richtig wahrnimmt. Dafür gedeiht sie auch im Schatten.

astern bilder

In Kombination mit Rutenhirse ergibt sich ein schönes Herbstensemble.

So unterschiedlich die vielen Arten sind, so verschieden sind mit Sicherheit auch ihre Ansprüche. Ich habe Glück, denn meine Astern sind unkaputtbar. Allerdings gilt auch für sie: Alle drei bis vier Jahre sollte man die Stauden teilen und umpflanzen, damit sie auch weiterhin so üppig blühen – und nicht etwa anfällig werden für unschöne Krankheiten.

MM